Deutz OMH 113

Nicht das ich der Erste wäre, der sotwas bereits versucht hat, dennoch möchte ich hier meinen Weg beschreiben, wie man mit wenig Aufwand zu einem Feldbahn Diesel für den Maßstab 1:13,3 oder halt 7/8ths kommt.

Nette Vorbilder findet man im Web, wenn man z.B. nach "Deutz OME 117" googelt:

http://images.google.de/images?q=Deutz%20ome%20117

Ausgangspunkt für das Projekt war ein LGB-Modell, das mir unser ehrenwerter Admin der Kreativmeile überlassen hat:

Die Lok kam allerdings schon auf Akkubetrieb umgerüstet zu mir. Das Antriebskonzept habe ich beibehalten, lediglich die Aufbauten sollten dem neuen Maßstab entsprechend angepaßt werden. Dazu muß man sagen, daß das LGB Modell eine auf Meterspur aufgeblasene Version einer Feldbahnlok ist, da stimmt von den Proportionen einiges nicht.

Für den Umbau wurde das Modell zunächst einmal in seine Komponenten zerlegt.

Vom Gehäuse wird lediglich die Motorhaube verwendet. Diese wurde mit GFK Platienenmaterial um 1 cm erhöht (Platinenmaterial deswegen, weil es der Wandstärke des LGB Gehäuses entsprach und sich mit Sekundenkleber gut verkleben läßt). Zusätzlich wurden mit 0,5 mm Polystyrol die Motorhaubenklappen quasi nach unten "verlängert". Eine längere Spachtel- & Schleiforgie sorgt für das Aussehen aus einem "Guß".

Die angedeuteten Öffungen in den seitlichen Motorhaubenklappen wurden aufgebohrt und die Kühleröffnung wurde mit feinmaschigem Aluminium Drahtgewebe ersetzt.

Die Rückseite der Motorhaube wurde mit einer neuen Rückwand versehen. Die Befestigung wurde ebenfalls neu konstruiert, da die Rastnasen entfielen.

Von der Grundplatte wurde die Rautenblechimmitation abgeschliffen sowie alle Befestigungsnasen etc. entfernt. Anschließend wurde eine dünne Polystyrolplatte aufgeklebt.

Vom Fahrwerk wurden die seitlichen Blenden zwischen den Zusatzgewichten herausgetrennt, es fehlen noch die Kuppelstangen, dazu müssen aber zuerst die vorhandenen Räder abgedreht oder gegen neue ausgetauscht werden, da diese nicht über die Tenmille Code 250 Schienen laufen ohne über die Kleineisen zu hoppeln.Reingefallen

Mit neuen Pufferbohlen sieht das ganze dann so aus:

Die Fahrtrichtung wird über den aus der Getriebeatrappe herausragenden Hebel gesteuert. Zusätzlich befindet sich noch in der Motorhaubenrückwand ein weiterer Hebel mit dem zwei Geschwindigkeiten eingestellt werden können. Unter der Motorhaube ist ausreichend Platz für Akkus.

Eine neuen Rückwand aus Messingblech mit zwei U-Profielen schließt den Aufbau nach hinten ab. Die kombinierte Sitzbank/Werkzeugkiste wurde aus Sperrholz erstellt und hat eine aufklappbare Sitzfläche (Scharniere sind Messinggußteile von Brandbright):

Es fehlen noch die entsprechenden Ballast-Puffer sowie ein Bremshebel und Grifstangen und Haubenverschlüsse.

Mit einigen Figuren im Maßstab 1:13 wirkt die Maschine dann aber gebenüber einer Deutz OME 117 zu klein:

Daher habe ich die nicht existente Typenbezeichnung OMH 113 gewählt (H steht dabei für einen kleineren Einzylinder-Diesel, als der bei der OME verbauten)

Obwohl nicht maßstäblich sind die Proportionen doch recht annehmbar geworden und der Feldbahncharakter bleibt gewahrt. Alles in allem eine unproblematische Lokomotive und gut, wenn keine Zeit oder Lust zum Anheizen einer Dampflok ist.

Neben einer weiteren Detaillierung steht natürlich noch die Lackierung aus...

Demnachst also mehr in diesem Theater...