Figuren-Umbau für Unerschrockene

 

Hin und wieder findet man bei Discountern oder in Kaufhäusern preisgünstige Figuren, die von den Dimensionen her zur heimischen Gartenbahn passen könnten.

Für Wikinger, Ritter, Sauriere usw. habe ich in meinem Garten noch keine Planstelle gefunden. Aber schon manche Elfe von ihren Flügeln befreit, um sie als Teenager oder junge Frau meine Eisenbahnwelt bevölkern zu lassen.

 

 

 

 

 

Vor ein paar Wochen fiel mir in einem Supermarkt ein Satz Piraten von der Firma Simba in die Hände. Nicht unbedingt das typischen Modelleisenbahnpersonal, aber der Gedanke, einen Lokführer mit Metallhaken-Hand und Papageien auf der Schulter einsetzen zu können, war mir die 5 Euro schon wert. Auf der privaten Plantagen- oder Minenbahn ist das durchaus vorstellbar.

 

 

 

 

Das Weichplastikmaterial der Figuren lässt sich leicht mit einem Teppichmesser beschnitzen. Die Figuren zu entwaffnen ist Minutensache. Arme oder Beine lassen sich über einer Feuerzeugflamme neu positionieren, oder in hartnäckigen Fällen abschneiden und mit 2 Komponentenkleber neu anbringen. Fugen lassen sich mit entsprechenden Spachtelmassen, z.B. von Milliput, Tamya, Revell o.Ä. ausfüllen.

 

 

 

 

 

Ich habe es in diesem Fall mal, nach einem Tipp von meinem Freund Chris Walas, mit Fimo Soft versucht. Das Material haftet ausgezeichnet an den Figuren, lässt sich mit einem Zahnstocher in Form bringen und last not least, im heimischen Backofen bei ca. 110 Grad härten. Das Weichplastik wird dabei zwar etwas weich, erstarrt aber nach dem Abkühlen wieder. Die Farbe hält.

 

 

 

Meinem Piratenkapitän habe ich aus Fimo einen Schlapphut und einen etwas längeren Bart angepasst, dem einäugigen Piraten eine Schaufel in die Hand gedrückt und einen Hut aufgesetzt. Vielleicht bekommt er irgendwann noch ein paar Sandalen oder Schuhe. Dem Muskelmann mit dem Bootshaken habe ich ein Hemd "angezogen". Der ist jetzt für die Baumstämme auf der Waldbahn zuständig.

 

 

 

 

Das Skelett ist zum „vergessenen Stationsvorsteher" geworden. Eine Dienstmütze und eine Umhängetasche, plus etwas Farbe haben da völlig ausgereicht. Das scheint eine der Lieblingsfiguren bei Besuchern zu sein. Egal ob alt oder jung.

 

 

 

 

An Farben kann man natürlich verwenden, was einem vertraut oder gerade zur Hand ist. Ich selbst arbeite seit geraumer Zeit bei Figuren gerne mit Tuben Acryl-Farben aus dem Künstlerbedarf. . Für Figuren, die lange Zeit im Freien stehen sollen, empfehle ich die Elita-Farben auf Nitrobasis. Da braucht das UV-Licht sehr lange, die auszubleichen.

 

 

 

 

Wenn man erstmal seine ersten eigenen Figuren umgebaut hat, bekommt man sehr schnell das nötige Selbstvertrauen, jede benötigte Figur, die man gerade braucht und die es im Handel nicht gibt, einfach aus irgendwelchen Billigfiguren selber herzustellen. Das kostet zwar etwas Zeit, macht aber mächtig Spaß. Sich von der Masse abzuheben ist einfacher, als man oft denkt. Man sollte es hin und wieder mal versuchen.

 

 

 

 

 

(Fortsetzung folgt)

JZ /  Otter 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wookies at work

Da auf der wenig befahrenen Strecke die Weichen immer wieder Härtefälle sind, konnte ich jetzt einen neuen, bärenstarken Mitarbeiter gewinnen.

 

Bei 220 cm Körperlänge sind die Hebelverhältnisse einfach besser.

Auch brauchen wir im Winter keine Extra-Socken rauslegen.

 

 

Gruß martin

Figuren aus der Flakes-Kiste

 

Ich habe vor 2 Jahren mal aus Fußballspielern aus dem Flakes-Karton mal ein ganzes Fähnlein Fieselschweif gebaut. Wer Nachlesen möchte:

http://www.buntbahn.de/modellbau/viewtopic.php?t=6408&highlight=f%E4hnlein

 

Gruß martin

 

PS: Das Fähnlein hat übrigens die 2te Freilandsaison fast unbeschadet überstanden - bis auf einen Totalschaden...

 

... da ist allerdings die Beste Ehefrau von allen draufgetreten.

Das Arbeiterdenkmal

Eine der ungewöhnlichten Figuren treibt sich millionenfach auf Gartenbahnanlagen in aller Welt herum.  Eine der Zugaben von ehemaligen LGB Anfangspackungen:

 

 

Da steht er nun, der arme Tor. Schlecht bemalt und überflüssig. Kein Mensch weiß, woran er eigentlich herumschraubt. Winkt er seinem ins Ausland verlagertem Arbeitsplatz hinterher? Oder schickt er solidarische Grüße an demonstrierende Studenten? Die Ur-Figur ist 1968 aufgetaucht, einer Zeit wo hier und dort noch aufgemuckt wurde.

 

Aber auch hier bedarf es nur eines scharfens Messers und etwas Phantasie. Mit einem Pinsel, Lappen plus Eimer kann er als Anstreicher oder Gebäudereiniger anfangen.

 

 

Wenn man ihm Kopf und Hand verdreht, weiß er und der Betrachter vielleicht sogar, was er tut.

 

 

z.B. im Krähwinkler Heimatmuseum an den Skulpturen herumfummeln. Vielleicht an der Pferdeskulptur, wie sie im Pattdeutschen Tradition sind. Wotan lässt grüßen.

 

 

Wenn er müde ist,  oder vielleicht zur Arbeit fahren möchte, kann er sich natürlich auch mal hinsetzen.

 

 

Ein paar Stupser mit dem heißen Lötkolben in die Magengrube und Kniekehlen wirken da wahre Wunder. Im obigen Beispiel habe ich noch einen neuen Arm von Preiser transplantiert. Besitzer von den Bastelpackungen haben immer ein paar Körperteile zur Verfügung. Die Frisur ist ebenfalls per Milliput etwas verändert.

 

Mit einem neuen Kopf ergibt sich wieder eine völlig andere Figur. Der Herr in Rot arbeitet in Krähwinkel auf einer Diesellokomotive.

 

 

(wird fortgesetzt)

Comic & Co.

 

Figuren, die zu Comic- oder Zeichentrickserien aufgelegt werden, verschwinden früher oder später aus den Regalen der Händler. Meist zu Ausverkaufspreisen, bevor sie dann später wieder zu absoluten Mörderpreisen in Sammlerkreisen auftauchen (können). die beiden Exemplare unten im Bild haben mich im Fachgeschäft immerhin einen Euro gekostet.

 

 

Eine Figur, die etws anrührt, von mir aus Schaum schlägt,  kann man immer gebrauchen. Und wer träumt nicht davon, einen oder zwei kleine Drachen in der Feuerbüchse seiner Lieblingslok leben zu haben? Vgl. Ivor the Engine. Meine Lieblings-Zeichentrickfilm-Serie.

 http://www.youtube.com/watch?v=P3MBy60G-rQ&feature=related

 

Man muss kein Zauberer sein, um Plastikfiguren zu verwandeln. Ein wenig Phantasie und Zeit  reichen völlig aus.

 

 

Meist haben Cartoonfiguren übergroße Charakterköpfe. Da sollte möglichst bald Ersatz für her. Manche Leute kneten das frei Hand, ich bediene mich lieber in Dr. Frankensteins Erstzteillager.

 

 

 

Die Popeye Arme werden etwas beschnitzt und mit Fimo o.Ä. aufgefüttert. Dem Küchenwunder habe ich zunächst einen Männerkopf angepasst.

 

 

Ich meine, wo in Deutschland gekocht wird, ist der Tod nicht weit. Ausserdem dient er im obigen Bild zur Größenkontrolle. Der weißkittel hat etwas rundliche Formen im oberen Bereich, ich tippe fast auf eine Frau.  Sicherheitshalber hab ich eine mittellange Frisur angepasst.

 

 

Und schon trifft man sich zum Gruppenbild im Botanischen Plastik-Garten.

 

 

Mein Hamster macht gerade Urlaub. Er lässt sich von einem Schaf vertreten, damit das Bild tierisch gut wird. Noch kennt es die Speisekarte nicht: "Heute Sauer-Schaf-Suppe!!"

 

Der Drachendompteur hat inzwischen einen Schnellkurs für Kleindarsteller absolviert. Zusammen mit Frl. Dr. Elsa Schneider mimt er jetzt Indiana Jones Neffen in dem neuen Abenteuerfilm :

"Auf der Suche nach dem verschollenen Hamster" (Engl. Verleihtitel: "Creative Miles & More"

 

 

Das wird wieder Oskars regnen, oder Bambis, oder halt Hohn und Häme 

JZ / Otter 1