Senderselbstbau mit DelTang Sendemodul Tx2


Mit den kleinen DelTang 2,4Ghz Fernsteuerungsmodulen "Tx2" von David Theunissen hat man die Möglichkeit seine eigene Fernsteuerung zu kreieren.

(DelTang Tx2, Figur 1:24)  

 

 

Hier die Anschlußbelegung der Stiftleiste von David T.'s Seite.

In der obersten Reihe werden die Steuersignale von Potis und Schalter aufgegeben. Die unter Reihe ist der 0V(-) Masseanschluß.

In der mittleren Reihe wird nur die Versorgungsspannung, also der + Pol der Senderbatterie angeschlossen. Die Versorgungsspannung - die zwischen 3.2V und 10V liegen darf - wird intern auf einen festen Wert von 3.1V geregelt. Diese Spannung wird in David T.'s Beschreibungen als Vref bezeichnet und an Lötpads an 2 Stellen des Tx2 bereitgestellt.

(http://www.deltang.co.uk/tx2-2c.jpg) (http://www.deltang.co.uk/tx2-1c.jpg)  

 

 

Als erstes braucht man ein Gehäuse. Die Messingschachtel hab ich vor Jahren mal auf einem Weihnachtsmarkt gekauft. Ein idealer Kandidat für einen wunderbar in der Hand liegenden Sender. 

     

 

 

Für die Steuerung der Geschwindigkeit verwende ich ein 10kOhm Poti mit leichter Rastung in der Mittelstellung. Den kann man direkt beim Entwickler David Theunissen mitbestellen. Als Drehknopf hab ich einen sehr schönen im Elektro-Gitarren Bedarf gefunden. (Poti knob "vintage copper" von Schaller)     



 

 

Für den Anschluß des Poti an den Tx2 hab ich einen gewöhnlichen Servostecker verwendet, der noch in der Bastelkiste lag. Die rote und braune +/- Leitung  wird an die äußeren Kontakte des Poti gelötet. Die orange "Signal"-Leitung wird mit dem Mittelabgriff des Poti verbunden. 

Die analogen Eingänge der oberen Pin-Reihe sind intern auf einen Spannungsbereich von 0V - 1.55V ausgelegt. Die rote + Leitung darf daher nicht direkt mit der Versorgungsspannung der Batterie auf der mittleren Pin-Reihe verbunden werden, sondern muß über einen 10kOhm Widerstand mit Vref=3.1V verbunden werden. Durch den so entstehenden Spannungsteiler liefert das 10k-poti an Pin1 maximal die halbe Referenzspannung von 1.55V.


 

 

 

Als Versorgungsspannung dient erstmal eine 9V Block Batterie. Der Anschlußstecker im Bild ist ein 2 poliger "BEC-Stecker" aus der Bastelkiste, der auf den Pin-Abstand des Tx2 paßt. Eine Batterie-Leitung wird über den Ein-Aus Schalter geführt.

Der Schalter um den Sender im Binde-Modus zu starten wird selten genutzt und da das Gehäuse leicht zu öffnen ist, wurde der ein Mikro-Schiebeschalter leicht zugänglich im inneren des Gehäuses montiert.

Der Bindevorgang wird aktiviert wenn beim Einschalten des Senders Pin5 der oberen Reihe mit 0V in der unteren Reihe verbunden ist. Für den Bau des Binde-Schalters hab ich den Binde-Stecker benutzt der beim Tx2 dabei ist.




 

 

Die ersten Bauteile wurden zum testen in die Schachtel gebaut. Loksteuerung funktioniert bis auf einen leichten Nullpunkt-Offset des Poti wie gewünscht, aber dazu später. Bei Verwendung der 9V Batterie bleibt nicht viel Platz für weitere Schalter. Die Antenne wurde mit einem Stück Kabel verlängert um sie aus dem Metallgehäuse zu führen.  

 
 


       

 

 

Nächste Schritte.  

Mit den DelTang Empfänger Rx60 und Rx60 ist es möglich bis zu 12 Loks über einen Mehrpositionsschalter im Sender einzeln anzuwählen, während die übrigen Loks inaktiv bleiben. Dafür wandelt man den Schalter in ein Potentiometer mit festen Widerstand-Werten um. Auf der Website von David Theunissen findet man schematische Beispiele (pdf) z.B. für einen 6 Wege Schalter.

Ich will zunächst einen gewöhnlichen Kippschalter mit Mittelstellung für die Auswahl von drei Loks verwenden. Die drei Schaltzustände dieses Kippschalters sind "ein - aus - ein", und so kann diese Art des Schalters nicht wie ein "normaler" Mehrpositionsschalter angeschlossen werden, wo jede Position ihre eigene "ein" Verbindung hat.   

Den Schaltplan für diesen Schalter finden man hier (PDF). Und so sieht der vorbereitete Schalter aus.  Ich verwende Kanal 2 für die Lokauswahl Die rote Leitung ist die positive Seite und wird wieder mit Vref = 3.1V verbunden (Lüsterklemme im Bild).  

 



Ein dritter Schalter wird für die Loklaternen benutzt. Das ist ein Kippschalter mit 2 Schaltzuständen für "Licht vorn",  "Licht hinten". Auch hier muß wieder ein Spannungsteiler gebaut werden um am Tx2 die Schaltzustände 1,55V und 0V zu erzeugen. Ein 10kOhm Wiederstand über die äußeren Anschlüsse und ein 10kOhm für den Anschluß an 3.1V.

 
 

 


Die 3-poligen Stecker die hier verwendet wurden sind Abschnitte von Buchsenleisten die in beliebige Abschnitte gebrochen werden können. Zusammen mit entsprechenden Stiftleisten kann man daraus auch sehr kleine Steckverbindungen herstellen. 

 

 

 

Alles in in die Schachtel platziert sieht da so aus. Die Blockbatterie wurde gegen eine 3,6V Lithium Batterie (2,6 Ah) in Größe einer Mignonzelle ausgewechselt, die in eine normale AA Batteriehalterung paßt. Der Tx2 nimmt mit LED etwa 40-50 mA, die Batterie hält also eine Weile, wird aber vielleicht noch gegen einen Lipo-Akku getauscht. 

Als Status-LED hab ich eine blaue gewählt. Die hat eine Betriebsspannung von etwa 3,5V-4V. Da diese sehr hell ist wurde die über einen 220 Ohm Widerstand angeschlossen. Die Anode (+, langes Beinchen) wird am Lötpad "Pin8" (siehe oben) angeschlossen, die Kathode (-, kurzes Beinchen) an 0V (-).




Deckel zu und fertig (vorerst).




Jürgen