Die Töffelholmer Destillen-Feldbahn (Gn15)

In Lungwai, dem nördlichsten Dorf Töffelholms, gibt es eine Destille, in der ein sehr wohlschmeckender Aquavit produziert wird, der "Toeffelholmer Leuchtfeuer ".

Dieser Aquavit wird aus Kartoffeln, Kümmel und einem sehr geheimen Gewürzmischung gebrannt, die nur Arfst Panneborg der Gründer der Destille selbst kennt. Obwohl dieser Aquavit sehr beliebt ist, ist er eher selten außerhalb der Insel zu bekommen, wahrscheinlich, weil er hauptsächlich von den Töffelholmern selbst getrunken wird.  

Die Destille wurde im späten 19. Jahrhundert gegründet und Arfst Panneborg hat ausgerechnet seinen Geburtsort Lungwai gewählt, um sie zu bauen. Der Weg nach Lungwai führt durch einen Bruchwald mit sumpfigen Boden, und ist daher ziemlich schwer zu passieren. Und da es keine direkte Verbindung zum 750mm Schienennetz der TKB gab, war der Transport von und nach Lungwai früher recht mühsam.

Auf einer Geschäftsreise durch England im Jahr 1899 sah Arfst einem 15 "Eisenbahn in Cheshire, entwickelt von Sir Arthur Heywood. Diese Art einer kleinen und leichten Bahn schien ideal für den Transport auf schwierigem Untergrund.

Nach einiger Zeit des Planens und weiterer Inspiration durch das 400mm Feldbahnmaterial von Decauville, baute  Arfst Panneborg einer Feldbahn mit 400mm Spurweite, bestellte einige Güterwagen von Decauville und eine geeignete Lok aus der Otterswinkel Lokomotiv Manufactur.

Weitere Stichstrecken wurden gebaut, so daß auch auch Kartoffeln und Samen sowie Torf und Holz zur Befeuerung von den umliegenden Orten in die Brennerei transportiert werden können. Und einmal gebaut, werden die Züge auch von den Bewohnern für Fahrten in das nächste Dorf verwendet.

JL