Die Töffelholmer Kleinbahn

Eine vergessene Inselbahn auf 750mm Spur

 

Die Chroniken von Töffelholm

Geschichten rund um die Kleinbahn

Töffelholmer Seemannsgarn

Das am meisten verkaufte Produkt der Insel von Toeffelholm war das berühmte "Töffelholmer Seemannsgarn". Die Schafe auf Toeffelholm waren eine ganz besondere Züchtung, deren Wolle viel stärker war, als die gewöhnlicher Hausschaafe auf dem Festland.

 

Die Wolle wurde auf Töffelholm in einer eigenen kleinen Garnmanufaktur direkt weiterverarbeitet, die 1902 von Balthasar Fadenschein gegründet worden war.

 

Weil das Garn, das von dieser Wolle gesponnen wurde, so stabil war, wurde es ursprünglich für die Herstellung stark beanspruchter Seemannskleidung verwendet.
In den folgenden Jahren wurde es so populär für alle Art der Kleidung und sogar für die Polstermöbelherstellung, daß es unter dem Markennamen "Toeffelholmer Seemannsgarn" der Verkaufsschlager dieser kleinen Insel wurde.

 

 

Mehrmals in der Woche verließ ein kurzer Zug mit einer Ladung Kisten die Fabrik und rollte zum Anlegesteg am Hafen. Da die Fabrik nicht weit vom Hafen lag, wurden die Kisten auf leichten Flachwagen transportiert. Zu Kistenstapeln zusammengebunden, konnten die Kisten einfach vom Hafenkran auf das Schiff geladen werden. Als Zugmaschine wurde ein Lister Traktor verwendet, der für diese Aufgabe völlig ausreichend war.

Seemannsgarnkisten

Der Runenstein von Töffelholm

Zu der Zeit, als die Kleinbahn von Töffelholm an einer Vergrößerung des Kais arbeitete, fanden die Arbeiter einen riesigen Stein mit einigen eigenartigen, darin eingravierten Zeichen. Weil der Stein die Arbeiten behinderte, fragten die Arbeiter Toppe Toenning, den Vorarbeiter der Eisenbahngesellschaft, was sie mit diesem Felsblock tun sollten.

Toppe hat sich für die Geschichte seiner Insel, oder für Geschichte überhaupt, nie interessiert. Genau genommen war Intelligenz nicht gerade eine seiner hervorstechendsten Eigenschaften.

So sagte er: "Was Ihr damit tun sollt? Nehmt ein paar Stangen Dynamit und blast das Ding weg! Und dann sorgt dafür, daß die Arbeiten weitergehen!"

 

Gerade zu dieser Zeit besichtigte Therese Von Töffel, die Frau des Grafen Von Töffel, die Baustelle. Sie war eine sehr gebildete Frau und erkannte, was die Arbeiter da gefunden hatten. Ein Runenstein aus alter Zeit, als die Wikinger auf Töffelholm lebten.

Als sie sah, was Toppe und die anderen Holzköpfe vorhatten mit diesem Artefakt zu tun, wurde sie sehr wütend. Und bei Gott, Toppe wußte, daß es wirklich nicht gut war, sie wütend zu machen. Der Graf konnte ihr keinen Wunsch ablehnen und Toppes Position war schon wegen ein paar anderer kleiner Mißgeschicke nicht gerade sicher.

Therese übertrug ihm die persönliche Verantwortung, den Stein unbeschädigt zu bergen und ihn zum Töffelholmer Hafenbahnhof zu transportieren. Der Aussichtspunkt neben dem Stationsgebäude schien ihr genau der richtige Platz für den Stein zu sein. Dort konnte er von jedem gesehen werden, der die Insel besuchte.

Wie üblich, mußte Eggert Engkopp, Toppes Kumpel und Handlanger, den größten Teil der Arbeit tun, während Toppe die Anweisungen gab.

 

Ein paar Wochen später lud Therese Professor Alfons Alfredsson aus Schweden ein, der ein sehr berühmter Fachmann für Runenschrift war. Er war begeistert über den neuen Fund, und sofort nach seiner Ankunft mußte er einen ersten Blick auf den Stein werfen.




Aber, nach wochenlanger Arbeit war Prof. Alfredsson wirklich verzweifelt. Er konnte einfach die Bedeutung dieser eigenartigen Folge von Runen nicht herausfinden. Keine seiner Interpretationen ergab eine sinnvolle Bedeutung. Seine einzige Erklärung war, daß der Schreiber vollkommen betrunken war, als er das schrieb! Das würde auch erklären, warum die Runen so unordentlich in den Stein gehauen waren.

Therese wollte das nicht glauben. Sie war überzeugt, die Bedeutung eines Tages selber herauszufinden zu können. Und bis dahin, dachte sie, würde es für den Tourismus der Insel doch sehr nützlich sein, daß es auf Töffelholm einen Runenstein mit einem mythischen Geheimnis gab.

Tante Smila

Smila Johansson pflegte von Zeit zu Zeit, ihre Nichte und ihren Neffen auf Töffelholm zu besuchen. Wundervolle Ausflüge, die Insel mit dem Zug erforschen, ein Picknick am Strand. Tante Smila wußte, wie sie den Kindern eine Freude machen konnte.




Ihre Schwester Jette war allein seitdem ihr Mann sie verlassen hatte, und das Leben war nicht leicht in diesen Zeiten, für eine Frau allein mit zwei Kindern.
 
Smila hatte etwas Kapital von ihrem verstorbenen Mann - na ja, vielleicht ein wenig mehr als etwas - und manchmal steckte sie ihrer Schwester etwas Geld zu, obwohl Jette immer protestierte.
 
Aber es war nicht immer so gewesen. Als Smilas Mann Jasper noch lebte, erlaubte er ihr nicht, ihre Schwester und die Kinder zu besuchen, weil er meinte, daß Reisen viel zu teuer sei. Und wenn Tante Smila fragte, ob sie den Kindern etwas für den Geburtstag oder Weihnachten schicken könnte, sagte er verärgert, daß sie gefälligst arbeiten sollten, wenn sie etwas brauchen. "Deine Schwester sollte diese Blagen ins Waisenhaus geben, wenn sie nicht für sie sorgen kann."

In der Tat war Jasper kein besonders gutherziger Mensch. "Scrooge Johansson", nannten die Leute ihn, und es gab nicht viele die ihn mochten. Nein, genau genommen gab es gar keinen.
Jasper sagte immer, daß er hoffe, nicht vor seiner Frau zu sterben, damit sie nicht sein ganzes Geld verschwenden könnte.

Aber, Wünsche werden eben nicht immer erfüllt, und so entschied Jaspers Herz, daß er zuerst gehen sollte. Böse Zungen sagten, daß Smila ein wenig nachgeholfen hätte, aber das waren natürlich nur dumme Gerüchte, die nie bewiesen werden konnten.
 
Smila hatte nun viel mehr Zeit für ihren Garten. Als sie ein junges Mädchen war, lehrte ihre Mutter sie viele Dinge über Naturheilkunde. So kannte sie die medizinischen Eigenschaften vieler Pflanzen. Die, die nützlich, sowie auch die, die gefährlich waren und auch diejenigen, die beides waren, in Abhängigkeit von der Dosierung.
In ihrem Garten gab es viele solcher Pflanzen, aber am meisten liebte sie ihre wunderbaren Fingerhutbeete.

Theodor

Einer der seltsamsten Einwohner auf Toeffelholm war Theodor, ein patagonischer Königspinguin.

Theodor war ein neugieriger Nimmersatt, der versehentlich als blinder Passagier auf ein Frachtschiff kam, das patagonische Schafe zu Zuchtzwecken nach Töffelholm brachte.

Wärend der Überfahrt versteckte er sich unter den Schafen und kam nur nachts heraus um nach was zu fressen zu suchen. Erwähnte ich, daß Theodor ein sehr gefräßiger Pinguin war? Die Matrosen hätten sich gegenseitig fast umgebracht, weil mysteriöser Weise ständig was von ihren Vorräten verschwand.

Als er dann eines Tages vom Koch entdeckt wurde, hätte er fast sein Leben als Pinguineintopf beendet, wenn er nicht von ein paar der Matrosen gerettet worden wäre. Sie machten ihn zu ihrem Maskottchen und da er nun jeden Tag gefüttert wurde genoss er den Rest der Reise, bis sie Töffelholm erreichten.

Mit der Zeit wurde er den Matrosen dann aber doch lästig und so suchten sie auf Töffelholm nach Jemandem der Ahnung von Tieren hat und für Theodor sorgen würde, und schwatzten Theodor schließlich dem Schäfer Feddersen auf. Schaf, Pinguin, so groß konnte der Unterschied ja nicht sein. Theodor mochte sein neues Zuhause, da er, neben Menschen, bereits an die Gesellschaft von Schafen gewöhnt war. Wohingegen für Friedrich Feddersen das ruhiges Leben vorbei war.

 

Den ganzen Tag draußen zu sein mit den Schafen wurde Theodor dann aber irgendwann langweilig, und so begann er im Hafen herum zu watscheln, wo er sich den einen oder anderen zusätzlichen Fisch ergaunern konnte. Nicht, daß er vom Schäfer nicht genug gefüttert wurde aber, wie ich bereits erwähnte, Theodor war ein sehr gefräßiger Pinguin.

Manchmal wurde er auch auf dem Bahnhof gesehen, wo die Passagiere amüsiert waren und Mitleid hatten mit diesem Tier, daß sie anschaute, als ob er seit Tagen nichts zu fressen bekommen hätte.

 

Die Bahnangestellten mochten es dagegen überhaupt nicht, daß er die Passagiere belästigte und hatten viel damit zu tun ihn ständig zu verscheuchen.

 

So wurde es mit der Zeit Theodors persönlicher "Sport", den Eisenbahnpersonal auszutricksen, die Stationskatze zu erschrecken und die Lunchpakete und Picknickkörbe der Passagiere zu inspizieren. Wobei ihn seine Gefräßigkeit ständig in Schwierigkeiten brachte.

The chronicles of Toeffelholm

Stories around the light railway of Toeffelholm

The aquavit transportation line

 

The aquavit transportation line

In Lungwai, the most northern village of Toeffelholm, there is a distillery, where a very delicious aquavit is produced, called "Toeffelholmer Leuchtfeuer" (beacon fire). This aquavit is made from potatoes, caraway seeds and a very secret spice blend, only known by Arfst Panneborg the founder of the distillery. Although this aquavit is very popular, it is rather rare outside the island, probably because it is mainly consumed by the people of Toeffelholm themselves.

The distillery has been established in the late 19th century and Arfst Panneborg has chosen his birthplace Lungwai of all places to build it. The way to Lungwai leads through the Trollbrook, a fen wood with boggy ground and is thus rather difficult to pass. And, as there is no direct connection to the 750mm rail network of the T.K.B., transportation from and to Lungwai used to be rather laborious to that time.

On a business travel through England in 1899, Arfst saw a 15" railway in Cheshire, developed by Sir Arthur Heywood. This type of small and light railway seemed to be ideal for the purpose of transporting his aquavit barrels on difficult ground.

So, after some time of planning and some further inspiration from the railway equipment provided by Decauville for 400 mm gauge, Arfst Panneborg built a line with 400mm track, ordered some freight car stock from Decauville and a suitable locomotive from the Otterswinkel Locomotive Works.

Additional branch lines have been established, so that also potatoes and seeds as well as peat and wood for firing can be transported from the surrounding places to the distillery. And, once built, the trains are also used by people for travelling to the next village.

JL

Toeffelholms Sailor's Yarn

The most sold product of the island of Toeffelholm was the famous "Töffelholmer Seemannsgarn" (Toeffelholms Sailor's Yarn). The sheep on Toeffelholm have been a very special breeding. Their wool was much stronger than that of ordinary domestic sheep on the mainland.

The wool was directly processed in a small yarn factory on Töffelholm, founded by Balthasar Fadenschein in 1902.

 

Because the yarn, spun from this wool was so durable, it was originally used for the manufacturing of highly stressed sailors clothes. In the following years it became so popular for all kind of clothes and even for upholstery production, that it became the sales hit of this little Island, under the brand "Toeffelholmer Seemannsgarn"

 

 

A few times in a week a short train with a load of boxes left the factory and rolled to the pier at the harbour. As the factory was placed not far from the harbour, the plywood boxes were carried on light flat waggons, each stack of boxes tied together, so that it could easily be loaded on the ship by crane. For motive power a little Lister truck was used, totally sufficient for this task.

Seemannsgarnkisten

The Rune stone of Toeffelholm

At the time when the light railway company of Toeffelholm was working on an expansion of the quay, the workers found a huge stone with some strange signs carved into it. As the stone impeded the workings, the workers asked Toppe Toenning, the foreman of the railway company, what to do with this boulder.

Toppe has never been interested in the history of his island, or in history at all. Indeed, cleverness wasn't one of his outstanding qualities.  
So he said: "What you shall do with it? Take some dynamite and blow it away! And then see to it, that the workings go on!"




Just to this time Therese Von Toeffel, the wife of the Count Von Toeffel visited the construction site. She was a very cultured woman and realized what the workers have found. A rune stone from ancient times, when the Vikings lived on Toeffelholm.
When she saw what Toppe and the other numskulls were going to do with this artefact, she got very angry. And by God, Toppe knew, that it was no good to make her angry. The Count couldn't refuse her any wish and Toppes position was already not very stable, because of some other little faults in the past.

Therese assigned him the personal responsibility, to recover the stone undamaged and to transport it to the railway station Toeffelholm Harbour. The viewpoint next to the station building appeared to her to be the right place for this artefact. There it could be seen by everyone visiting the island.
As usual Eggert Engkopp, Toppes best mate and odd-job man had to do the most work, while Toppe told him what to do.




A few weeks later Therese Invited professor Alfons Alfredsson from Sweden, who was a very famous specialist in runic writing. He was very excited about the new found and immediately after his arrival he had to take a first look on the stone.



But, after weeks of working Prof. Alfredsson was really frustrated. He couldn't find out the meaning of this strange sequence of runes. Non of his interpretations led to a meaningful translation. His only explanation was, that the author of this signs was totally drunken when he wrote it! That would also explain, that the runes were carved very inaccurate.

Therese didn't want to believe that.  She was sure to find out the meaning by herself, one day. And until then, she found, it would be quite useful for the tourism of the island when there was a rune stone with a mythical secret.

Aunt Smila

Smila Johansson used to visit her niece and nephew on Toeffelholm from time to time.  Delightful excursions, exploring the island by train, having a picnic at the beach. Aunt Smila knew how she could enjoy the children.



Her sister Jette was alone since her husband had abandoned her, and life wasn't easy in these times for a woman alone with two children.
 
Smila had some capital from her departed man -  well, perhaps a little more than some - and sometimes she slipped her sister some money, although Jette always argued.
 
But it was not always like that. As long as Smilas husband Jasper had been alive, he didn't allow her to visit her sister and the kids. "Traveling is far to expensive!" he told her. And when Aunt Smila asked if they couldn't send the children something for birthday or Christmas, he said angrily, that they should work, if they need something.  "Your sister should give those brats to the orphanage, if she can't provide for them. "
 
Indeed, Jasper wasn't a kindhearted man. "Scrooge" Johansson the people called him, and there were not may people who liked him. No, actually there was no one.
 
Jasper always said, that he hoped he won't die before his wife did, so that she couldn't waste all his money. But well, wishes will not always be fulfilled and so Jaspers heart decided that he should go first. bad tongues said, that Smila had helped a little with this, but that were only silly rumors, which could never be verified.
 
Smila had much more time now for her Garden. When she was a young girl, Her mother taught her many things about natural medicine.  So she knew the medicinal properties of many plants, those that were helpful as well as those that were dangerous and those that were both, depending on the dosage. In her Garden there were many of such plants but most she loved her wonderful Foxglove flowerbeds.

Theodor

Theodor

One of the most whimsical inhabitants on Toeffelholm was Theodor, a patagonian king penguin.

Theodor was a nosy glutton, that inadvertently came as stowaway on a freight ship, that carried patagonian sheep to Toeffelholm for breeding purposes.

Hiding among the sheep during the passage he came out at night to look for food, and did I mention that Theodor was a very gluttonous penguin? The sailors had nearly killed each other, because mysteriously some of their provisions perpetually disappeared.

When he was discovered by the cook one day, he had nearly finished his life as penguin-stew. But some of the sailors rescued him and he became their mascot. Being fed now every day, he enjoyed the rest of the trip until they reached Toeffelholm.

But with time he became a nuisance for the sailors though, and so they looked for someone on Toeffelholm who has some knowlegde of animals and would care for Theodor, and finally talked a shepherd into taking the penguin. Sheep, penguin, the difference couldn't be that big. Theodor however liked this arrangement because, beside humans, he was already accustomed to the company of sheep. Whereas for Friedrich Feddersen his sedate life was over.

 

But being outside with the sheep all day became boring some day, and so he began toddling around the harbour, where he could wangle the one or other additional fish. Not that he wasn't fed enough by the shepherd but, as I already mentioned, he was a very greedy penguin. Sometimes he was seen at Toeffelholm station where the passengers were amused and felt mercy with this animal, looking at them as if he hadn't food for days. 

 

 

The railway employees didn't like it at all, that he bothered the passengers and thus they had much to do shooing him away.

So with the time it became Theodors personal "sport" to fool the railway staff, to frighten the station cat and to inspect the passengers packed lunches and picnic hampers. Whereby his gluttony always brought him into trouble.

Gebäude

Die Gebäude des Hafenbahnhofs

Hafenstation

Das Empfangsgebäude des Töffelholmer Hafenbahnhofs ist eine eigene Variation des Bahnhofs von Deinste,

(Foto Christoph Sonder)

von dem es zB. bei Moduni einen Papierbausatz von MB Modellbau gibt.

 

Das Grundgerüst ist aus 6mm Styrodur-Platten. Der Papierbausatz wurde eingescannt, auf die passende Größe vergrößert und neu arrangiert. Die Ausdrucke dann auf Styrodurplatten aufgeklebt und die Platten entsprechend zugeschnitten und zusammengeklebt.

 

Die Stülpschalung, Mauerwerkssockel, Türen und Fenster besteht aus Tiefziehfolien
(Plastic Veneer Sheets)

 

 

 

Dachrinnen und Fallrohre sind von der Modellbauklempnerei Pommerenke, mit einzelnen Rinnenhaltern

 

 

Lokschuppen

Wie das Empfangsgebäude entsteht auch der Lokschuppen aus Styrodurplatten aus dem Architekturmodellbau-Bedarf.

Die Geometrie der Teile, Fensterausschnitte etc. wurde am Rechner gezeichnet, ausgedruckt und die Zeichnung auf die Platten aufgeklebt. Dabei wurde um einseitiges verziehen zu vermeiden auch die Rückseite beklebt.

Die Platten werden dann entsprechend der aufgeklebten Zeichnung ausgeschnitten und schon mal für die Stellprobe zusammengesetzt. Für den Bauzustand kann man die Platten recht gut mit kleinen Schrauben verbinden. So lassen sich die Teile schnell wieder auseinander nehmen um daran zu arbeiten. Später werden die Seitenteile dann stabil miteinander verklebt.

 

Die Fensteröffnungen wurden auf das Maß des "sichtbaren" Fensters ausgeschnitten. Danach wurde ein Rahmen aus dünnen, auf Maß geschnittenen Holzleisten (1mm Kaffeerührlöffel) eingeklebt

 

und dann die Styrodurplatte in Größe des gesamten Fensters bis auf die Holzleistchenkante ausgenommen, sodaß das Fenster in der Wand liegt und nicht davor.

 

Nachdem alle Fenster schon mal mit Klebstreifen provisorisch fixiert und die Platten wieder "verschraubt" wurden, sieht das dann erstmal so aus.

 

Der Schuppenboden wurde "gepflastert". Verwendung fand hier eine geprägte Hartschaumplatte aus dem Fundus (von Merkur), die so aufgeklebt wurde, daß ein in Pflaster eingelassenens Gleis entsteht.

 

Neben den Schuppen kommt noch ein Unterstand als offene Werkstatt. Das Gleis wird wieder auf einem gelaserten Gleisbett verlegt, welches sich wegen seiner Flexibilität nach Durchtrennen der Stege auf einer Seite quasi von selbst "in Form" legt wenn man die Enden fixiert hat.

 

Der Mauersockel wird aus Tiefziehfolien (Plastic Veneer Sheets) aufgeklebt. And den Ecken sollte auf eine sinnvolle Fortführung und einen Verbund der Steine geachtet werden. Lücken an den Eckübergängen werden gespachtelt und geschliffen.

Wagenkasten- behausung

Neben das Bahnhofsgebäude von Töffelholm sollte schon immer ein kleines Haus für den Bahnhofsvorsteher.

 

Von einem Freund bekam ich einen fast fertig gebauten Wagenkasten aus dem Laserbausatz eines  Personenwagens der Rügenschen Kleinbahnen. Warum also nicht ein Haus aus einem alten ausgedienten Wagenkasten?

 

 

Das Wagenmodel ist als blechbeplankter Wagen konzipiert. Als alter ausgedienter Wagen sollte es aber ein hölzerner Wagenkasten sein, sodaß erstmal die Bretterfugen mit einer kleinen Rückensäge nachgeschnitten wurden.

Von außen schon mal farblich gestaltet ist das der derzeitige Stand

Gleisbau

Selbstbau von Gleisen und Weichen für die 32mm Spur

 

Verwendete Gleisprofile: Code 215 (flat bottom) von Tenmille und Code 200 von Hegob. Schienenfußbreite 5mm.

Die ersten Weichen wurden auf Einzelschwellen gebaut. Eine wesentliche Arbeitserleichterung waren dann selbstkonstruierte gelaserte Schwellenbetten für Weichen und Gleise.

Die Geometrie der Weichen für Töffelholm wurden mit der AWA Weichenplanungssoftware entwickelt. Aufgrund der Platzverhältnisse auf Töffelholm mußten platzsparende Weichen mit 16° Herzstückwinkel und 750mm Radius verwendet werden, was bei der kleinen Bogenlänge einer Weiche nicht so ins Gewicht fällt wie bei längeren Gleisbögen auf der Strecke. Dort wurde ein Radius von mind. 1000mm verwendet. 

 

 

 Eine einfache Lötlehre. Bei der Festlegung der Rillenweite hilft die NEM 310 für Radsatz und Gleis.

 

 Die Schwellenbetten aus gelasertem Sperrholz mit vorgebrannten Löchern für die Schienennägel.

 

Verlegen der Schwellenbetten.

 

Die Gleise sind auf Töffelholm in Sand gebettet

 

Weichenverbindung

Weichenverbindung

Die Weichenstellhebel sind aus gelasertem Stahl. Erhältlich bei Harald Brosch

Lokomotiven

Von den Triebfahrzeugen der Töffelholmer Inselbahn wurden bisher folgende Fahrzeuge als Modell nachgebildet.

LokTherese

Lister Traktor

Vorbild:

Im Sommer 1925 besuchte besuchte Graf Johann von Töffelholm auf einer seiner Geschäftsreisen die
"R A Lister & Company" in Gloucestershire, die bisher landwirtschaftliche Maschinen herstellte und nun den Lister Auto-Truck auf den Markt bringen wollte.

Johann war begeistert von der geplanten Schienenvariante des Traktors und bestellte einen ersten Prototyp als Sonderanfertigung für die 750mm Spur seiner Inselbahn.

Hier eine Abbildung des erhaltenen Exemplars eines frühen Rail Truck und ein Werbeplakat von 1928

railtruck1928listerwerbung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild links: http://www.railtruck.org/rail_trucks_main.htm

Bild rechts: http://homepage.ntlworld.com/howard.v.moore/lister.htm

 

 

 

 

 

 

 

Modell:

Ein Modell dieses Rail Truck für die 32mm Spur wird von IP-Engineering angeboten. Der Maßstab ist 1:19, was einer Spurweite englischer Vorbildbahnen von 2 Fuß (24 inch/Zoll) entspricht. (Man kann das Gefährt allerdings wahlweise auch für die 45mm Spur bekommen)

Bei dem ohnehin kleinen Gefährt fällt das in meiner 1:22,5 Welt jedoch nicht weiter auf, und das Vorbild meines Traktors für die Töffelholmer 750mm Spur hatte wahrscheinlich ohnehin einen etwas breiteren Rahmen.

Die Bausatzteile aus Weißmetall kann man gut und dauerhaft mit 2 Komponentenkleber verkleben.

ListerRohbauBild: JZ

 

Das Töffelholmer Vorbild hatte in der Werkstatt der Kleinbahn zum Regen- und Sonnenschutz ein Dach bekommen und für die Sicherheit eine Holzplankenabdeckung der relativ offenen Rahmens sowie eine Beleuchtung.

Bild: Thomas. J

 

Der Antrieb des Listers erfolgt über ein Schneckengetriebe und einem Kettenantrieb für die zweite Achse (Kette ist zusätzlich zu bestellen).

Im Bausatz ist ein 3V Motor und zwei Batteriehalter für je eine AAA Zelle enthalten. Die Steuerung ist Herstellerseitig als Handbedienung über Schiebeschalter am Modell vorgesehen (Vor/Stop/Zurück). Hierbei kann man mit einem zweiten Schalter eine oder zwei Batterien/Akkus zuschalten und hat so die Wahl zwischen 2 Geschwindigkeiten.

Mein Modell erhielt einen gleichgroßen Austauschmotor von Igarashi für 12 V (bei Conrad zu beziehen) und eine Funkfernsteuerung.

Der Einbau der Funkfernsteuerung ist im Buch "2,4 Ghz auf engstem Raum" beschrieben.

Therese

Vorbild:

1920 beschaffte die Töffelholmer Kleinbahn bei der Otterswinkler Lokomotiv- und Waggonmanufactur eine neue Bn2t Lokomotive für 750mm Spur zur Verstärkung des Lokomotivparks.

Auf Wunsch des Grafen Johann von Töffelholm erhielt die neue Lok den Namen "Therese",  zu Ehren seiner Frau die er ein Jahr zuvor geheiratet hatte.

Die Lok hatte eine Maximalgeschwindigkeit von 30 km/h und war mit einer Stephenson-Steuerung ausgestattet. Raddurchmesser 700mm, LüP 4980mm.

Rechts eine Aufnahme aus dem Archiv der Otterswinkler Manufactur einer Schwesterlok dieser Loktype, die für 1000mm Spur gebaut wurde.

 

 

LGB OttoModell:

Das Modell entstand auf Basis einer LGB "Otto"-Lok. Modellbau Heyn stellt für die Lok einen sehr schönen Führerhaus-Bausatz her, der der Lok das spielzeughafte Aussehen der "Otto" nimmt und sehr gut zum Vorbild aus der Otterswinkler Manufactur paßt.

 

 

Grundlegendste Veränderung war die Umspurung des Modells von 45mm auf 32mm Spurweite. Hierzu wurde zunächst das Chassis einfach der Länge nach aufgesägt, schmaler geschnitten und ein neuer Antrieb mit einem Glockenanker-Getriebemotor mit 20mm Durchmesser der in das schmalere Chassis paßt gebaut. Das Winkelgetriebe besteht aus 45° schrähverzahnten Zahnrädern.

 

Zusätzlich wurde die Verkleidung der Zylinderdampfleitungen begradigt und der Kessel auf der Unterseite durch ein Stück Kunststoffrohr ergänzt, so daß ein freier Kesseldurchblick entsteht. Dampfdom und Sandkasten wurden gekürzt bzw. verkleinert.

Die LGB typischen "Pizza-Schneider" Spurkränze der Räder habe ich von Ralph Reppingen auf ein erträgliches Maß abdrehen lassen. Dieser hat mir auch Buchsen für die Kurbelzapfen gedreht, denn die Kraftübertragung auf die zweite Achse erfolgt wie beim Vorbild über die Kuppelstange. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stephenson-Steuerung samt Zylinder wurde von einer LGB "Stainz"-Lok entsprechend angepaßt.

 

Mit etwas Farbe sieht das ganze dann schon gleich mehr nach Lokomotive aus, obwohl noch einige Details fehlen.

 

So versah Therese außer auf Töffelholm auch ihren Dienst auf der Strecke der Kreativmeile. Hier gerade mit einem ansehnlichen Zug aus offenen Güterwagen Decauville No.48 im Industriegebiet von Krähwinkel.

 

 

Neubau des Fahrgestells

Ein neuer selbst entwickelter Antriebsblock für 32mm Spur konnte die Fahreigenschaften noch deutlich verbessert. Die Räder und die Zahnräder wurden vom Lokbauer Wofgang Getz auf neue Achsen angepaßt. Durch die Pendellagerung der nicht angetriebenen Achse erhät der Antrieb eine Dreipunktlagerung.

Antrieb - JL

Antrieb JL Antrieb JL
(Antrieb 32mm Spur - Idee und Entwicklung JL)

 

Den Rahmen hab ich dann auch gleich neu gezeichnet und bei Wolfgang Getz fräsen lassen.
Da der Achsstand antriebsbedingt ein wenig länger ist als zuvor, sorgt nun eine gefräste Kuppelstange für die Kraftübertragung auf die zweite Achse.

Erste Stellprobe

 

Einige Löterei und ein paar Nieten später sah's dann so aus


 

Jürgen / JL

Kupplungen

Vorbild

In der Werkstätten der Töffelholmer Kleinbahn wurde seinerzeit für den Fuhrpark der TKB eine eigene Zug- und Stoßeinrichtung konstruiert. Diese war ähnlich einer von O&K verwendeten Pufferkupplung, wie sie im unten stehenden Detailauschnitt einer Abbildung aus einem O&K Lokomotiv-Katalog von 1901 zu sehen ist.


Bild aus Orenstein & Koppel, Lokomotiv-Katalog No. 552 (Reprint Karl Paskarb Verlag)

 

 

Bei der TKB-Variante erfolgte die Federung allerdings hinter der Pufferbohle, ähnich wie hier am Beispiel einer Chopper Kupplung der Gotländischen Schmalsurbahn abgelichtet.

 

 

 

 

 

Zudem war die Kupplung aufgrund der auf Töffelholm erforderlichen engeren Gleisradien leicht seitenbeweglich kostruiert.

 

Modell

Für die Modellumsetzung habe ich aus zersägten und neu zusammengesetzten Kupplungsteilen mehrerer Kupplungen einen neuen Prototyp gefertigt.

 

 

 

 

 

Abguss

von dem mir Kreativmeilenmitstreiter Sandbahner schließlich ein paar Abgüsse gemacht hat.

 

 

 

 

 

(Bild von Sandbahner)

 

 

Die Seitenbeweglichkeit wurde mit einem 0,8mm Federstahldraht realisiert.
(mit der Maus über das Bild fahren)

Federung1

 

Im montierten Zustand

 

Und hier noch ein Video

Selbstbaukupplung - WEB.DE Video

 

Die Kupplung läßt sich zudem sowohl mit einer Kettenkupplung kombinieren als auch mit einer Taschenkupplung wie z.B. der am Lister Traktor

KombinationmitTaschenkupplung

Bilder/Pictures

Entwurf des Gleisplans

Gleisplan

 

Toeffelholm

Der bislang gebaute Stations-Teil des Hafenbahnhofs

 

Töffelholm

Der Lokschuppen in der Anlagenecke besteht derzeit noch aus dem Styrodur-Rohbau

 

gleisdetail

Gleisdetail. Die Gleise auf Töffelholm liegen in einer Sandbettung

 

Weichenstellhebel, wo kein Platz ist wird Platz gemacht.

 

Livesteam

Live Steam auf Töffelholm beim Kreativmeilentreffen Schkeuditz 2007 (Modelle von Michael und Christian)

 

DetailEmpfangsgebaeude

Empfangsgebäude

 

Schiebebuehne

Hier geht's dann mal weiter zum zweiten Anlagenteil. Auf dem rechten Gleis kommen die Züge von "Inselinneren", auf dem linken Gleis gelangt man zum Hafenanleger. Die Schiebebühne kann bei Austellungen der Kreativmeile nach Bedarf an verschieden Stellen angebaut werden. Hier auf der RailExpo 07.

 

Gras

Grasflächen auf Töffelholm, entstanden mit einem Elektrostaten und verschiedenfarbigen Grasfasern. Viel Platz für flächige Gestaltung bleibt auf den Modulen nicht, aber etwas geht immer.
Die Töffelholmer Schaafe brauchen schließlich was zu futtern.

Die Töffelholmer Destillen-Feldbahn (Gn15)

In Lungwai, dem nördlichsten Dorf Töffelholms, gibt es eine Destille, in der ein sehr wohlschmeckender Aquavit produziert wird, der "Toeffelholmer Leuchtfeuer ".

Dieser Aquavit wird aus Kartoffeln, Kümmel und einem sehr geheimen Gewürzmischung gebrannt, die nur Arfst Panneborg der Gründer der Destille selbst kennt. Obwohl dieser Aquavit sehr beliebt ist, ist er eher selten außerhalb der Insel zu bekommen, wahrscheinlich, weil er hauptsächlich von den Töffelholmern selbst getrunken wird.  

Die Destille wurde im späten 19. Jahrhundert gegründet und Arfst Panneborg hat ausgerechnet seinen Geburtsort Lungwai gewählt, um sie zu bauen. Der Weg nach Lungwai führt durch einen Bruchwald mit sumpfigen Boden, und ist daher ziemlich schwer zu passieren. Und da es keine direkte Verbindung zum 750mm Schienennetz der TKB gab, war der Transport von und nach Lungwai früher recht mühsam.

Auf einer Geschäftsreise durch England im Jahr 1899 sah Arfst einem 15 "Eisenbahn in Cheshire, entwickelt von Sir Arthur Heywood. Diese Art einer kleinen und leichten Bahn schien ideal für den Transport auf schwierigem Untergrund.

Nach einiger Zeit des Planens und weiterer Inspiration durch das 400mm Feldbahnmaterial von Decauville, baute  Arfst Panneborg einer Feldbahn mit 400mm Spurweite, bestellte einige Güterwagen von Decauville und eine geeignete Lok aus der Otterswinkel Lokomotiv Manufactur.

Weitere Stichstrecken wurden gebaut, so daß auch auch Kartoffeln und Samen sowie Torf und Holz zur Befeuerung von den umliegenden Orten in die Brennerei transportiert werden können. Und einmal gebaut, werden die Züge auch von den Bewohnern für Fahrten in das nächste Dorf verwendet.

JL

Bilder Gn15-Modulbau/Gleisbau

 

Gelaserte Schwellenbetten

 

Gleis mit Code 143 Schienen (Peco), genagelt.

(Wagenmodell von JZ)

 

 

 

 

 

 

 

Bild von JZ

(Bild JZ)

 

Bachgestaltung mit Bootslack

Fahrzeuge der Feldbahn

Destillen-Werklok

Die Stammlok der Destillen-Werkbahn

Das Bild unten zeigt ein Modell der Hauptlok des Aquavitzuges. Eine Benzin-Lok der Otterswinkler Lokomotivmanufaktur, gebaut um 1902.

Die Lokbesatzung bestand in der Regel aus vier Mann. Ein Lokführer, zwei Arbeiter zum Beladen und Entladen der Fässer und für Rangieraufgaben, und auch ein Wachmann, wegen des kostbaren Zeugs das sie transportierten und da in der Vergangenheit das eine oder andere Fass schon mal verschwand.

 

Die Lok entstand aus dem Protoyp einer Bausatzes des Lasergang-Shops

(Bild M. Sättler)

 

 

Ich öffnete ich die normalerweise geschlossene Front, ergänzte Längsträger für's Dach, die Messing Stützen (Winkelträger von MihaModell), Achslagerimitationen (Tegernseer Feldbahnschmiede), Holzfensterrahmen, ein Blechdach, Lampen und eine klappbare Sitzbank.

 

Auch diese Lok wird mit einer 2,4Ghz Fernsteuerung gesteuert. Der Einbau ist hier beschrieben.




JL